Die Zeit.

Du hast das Gefühl,
sie sprintet an dir vorbei,
überholt dich in
Lichtgeschwindigkeit.
Sie macht keine Pause,
sondern rennt
gnadenlos weiter.
Einholen kannst du sie
nicht, denn sie bleibt
niemals stehen und
kommt nicht zurück.

Aber nutzen kannst du sie,
ganz so, wie du es
für richtig hältst,
denn eigentlich –
gehört sie dir.

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Indonesien I Bali I Rumah Desa.

Das Rezept zum Glücklich sein

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Die Sonne brennt auf meiner Haut,
ich halte es kaum aus.
Hitze staut sich zwischen Häusern,
suche verzweifelt einen Weg heraus.

Und als ich endlich das Wasser sehe,
lass‘ ich alles fallen und renn‘ drauf zu.
Doch dann bleib‘ ich stehen,
teste erstmal mit dem kleinen Zeh
und stolp’re in den Gardasee.

Ich tauche unter, hör‘ nichts mehr,
tauche auf, seh‘ glücklich aus.
Fühl mich so befreit, so leicht,
so unbeschwert und sorgenfrei.
Emotionen machen reich,
das Rezept zum Glücklich sein.

Fernweh.

Die Sonne streichelt mein Gesicht als ich die Carnaby Street herunterlaufe, vorbei am Shakespeares Head auf dem Weg zum Oxford Circus. Nicht mal das Wetter lässt mich im Stich. Gleicher Tag, gleicher Monat, anderes Jahr. Ich bin in Brighton auf der Queens Road, schlendere nach dem Unterricht in der Sprachschule ein bisschen durch die Gegend. Anderer Tag, anderer Monat, gleiches Jahr. Auf dem Burj Khalifa versetzt mich das Lichtermeer Dubais in Staunen. Vorletztes Jahr, auf unserer Terasse in Palma grinst mich meine beste Freundin an. Letztes Jahr, ich finde mich auf der Calle de Carmen in Madrid wieder.

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2014 I England I London I Starbucks I Strawberries & Cream Frappuccino.
Alles ist neu, alles ist anders. Orientierungslos den ganzen Tag zu Fuß unterwegs. Auf der Suche wonach? Keine Ahnung. Ich möchte die ganzen Eindrücke aufsaugen, riechen, schmecken, fühlen, sehen, hören. Mache die Augen ein bisschen weiter auf, um nichts zu verpassen. Neue Orte entdecken, eintauchen, abtauchen.

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2015 I Spanien I MallorcaI Palma I Auf dem Castell de Bellver.
Wenn das Wetter wieder trübe ist und der Tag sich wie Kaugummi zieht oder ich Gefahr laufe, unter einem Haufen von Medizinbüchern zu ersticken, träume ich mich weit weg. Betrachte die Weltkarte über meinem Schreibtisch und male mir aus, wo ich gerade gerne wäre. Krame alte Fotos raus und schwelge in Erinnerung.

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2015 I Vereinigte Arabische Emirate I Dubai I Burj Khalifa I Aussicht.
Fast spüre ich noch den Sand aus der Wüste Dubais zwischen meinen Zehen und die brennende Hitze auf der Haut. Beinahe überkommt mich noch einmal der kleine Schreck, als sich das Kamel einfach nach vorne fallen lässt.

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2015 I Vereinigte Arabische Emirate I Dubai I Wüste I Kamel.
Noch einmal rutsche ich auf den Steinen am Brighton Pier aus und spüre die leichte Brise, die sich manchmal auch in einen stürmischen, kalten Wind verwandeln kann.

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2013 I England I Brighton I Pier I Küste I Noch blond.
Wieder schmunzle ich, weil ich kein Wort von dem verstehe, was die entzückende Spanierin auf der Calle de Carmen versucht, mir zu sagen.

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2016 I Spanien I Madrid I Sol.
Andere Kulturen kennenlernen, neue Mentalitäten erleben und fremde Sprachen sprechen. Vielleicht ist es das, was uns am Reisen so fasziniert. Oder einfach nur das Gefühl der unendlichen Möglichkeiten, die sich uns bieten. Es zieht uns in die Ferne, in die Fremde, in das Weite. Wir sind neugierig, wollen begeistert und in Erstaunen versetzt werden. Fernweh.

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2013 I England I Brighton I Auf der Suche.
Wohin zieht es euch, wo landet das nächste Flugzeug, in das ihr steigt, was ist das Ziel eures nächsten Urlaubs?