Vorbei.

Oh und wenn du endlich
begreifen, bemerken, ja
vielleicht sogar verstehen würdest,
was du eigentlich für mich bist –
kämen wir vielleicht ein Stück
weiter und würden nicht immer
nur aneinander vorbeireden,
aneinander vorbeileben,
uns regelmäßig verpassen und
Zeit verstreichen lassen bis
es irgendwann doch zu spät ist.

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Das wäre so endgültig.

Ich kann die verdammte Tür nicht zu machen.

Ich stemme mein Körpergewicht gegen
dieses schwere Ding aus Stahl,
aber meine Arme versagen,
denn du bist in der Überzahl.

Ich versuche dich zu schubsen,
damit du den Fuß aus der Tür nimmst,
aber du brauchst mich nur anzustupsen
und ich falle um.

Ich schreie laut,
ich kreische nahezu.

Mein Körper hört nicht auf den Kopf,
er macht nicht, was ich will.
Er registriert nur das Herzklopfen
und steht tatenlos still.

Ich weiß es ist besser so,
die Tür zu schließen,
ganz allein, aus eigener Kraft.
Aber ich weiß nicht,
ob ich dich dahinter
zurücklassen kann.

Das wäre so endgültig.

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Kalt erwischt.

Und gerade als sich der Sturm gelegt hat
und ich wieder durchatmen kann,
tauchst du auf –
ohne Vorwarnung, ohne Ankündigung.

Verbannt hatte ich dich
aus meinen Gedanken,
aber nur ein Lebenszeichen von dir
bringt mich erneut ins Schwanken.

Mein Gleichgewicht ist verloren,
meine Gedanken kreisen um dich –
deine Stimme wieder in meinen Ohren
und wieder überall dein Gesicht.

Als hätt‘ ich’s nie geschafft,
dich nie in die kleine Schublade gepackt,
aus der du dich befreit hast.

Kalt erwischt,
mitten ins Gesicht.
Und wieder bleibt –
die Zuversicht.

Ich bin betrunken.

Ich tanze durch mein Badezimmer
und singe laut zu unser’m Lied,
benehm‘ mich wie’n besoffener Spinner
und merk‘ gar nicht, wie mir geschieht.

Dein T-Shirt ist das schönste Kleid,
das ich mir vorstellen kann
und ich trag‘ es auch jetzt
wenn ich ausgelassen umher tanz‘.

Die Schmetterlinge in meinem Bauch
kribbeln und hippeln im Takt,
verdammt, kaum zu glauben,
wie glücklich du mich machst.

Die Haare trag‘ ich heute wild
und ich strahle wie verrückt,
nichts, was mir fehlt und
nichts, das mich bedrückt.

Ich bin ein Honigkuchenpferd
umgeben von bunten Regenbogen,
fast am Durchdrehen, weil betrunken,
betrunken von der Liebe,
so unglaublich liebestrunken.

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Ich hab‘ nichts zu verlieren.

Ich hab‘ Angst davor, jemanden zu enttäuschen –
dich, die anderen und mich.
Erwisch‘ mich oft beim Vortäuschen
von etwas, das ich gar nicht bin.

Ich hab‘ Angst davor,
den Erwartungen nicht gerecht zu werden,
dir, euch und mir selbst nicht zu genügen,
nicht der Mensch zu sein, der ich gern wär‘
und mir selbst etwas vorzulügen.

Ich hab‘ Angst davor, hinzufallen und am Boden festzukleben,
nicht mehr hochzukommen und mich rauszureden,
liegen zu bleiben und mich selbst zu verlieren,
bevor ich mich überhaupt erst finden konnte.

Ich hab‘ Angst davor, etwas zu riskieren
und dir zu sagen, wie sehr ich dich mag,
weil die Möglichkeit besteht, zu verlieren
und deine Reaktion mich vielleicht fertig macht.

Ich versuch‘ den Balanceakt zu meistern
zwischen Dazugehören und Selbstakzeptanz.
Versuche nicht mehr, Widerstand zu leisten
gegen die, die ich bin und die ich nicht ändern kann.

Inzwischen komm‘ ich zu dem Schluss,
dass ich mich für niemanden verbiegen oder ändern muss.
Bin einfach ich, was soll schon passieren?
Außer mir selbst hab‘ ich nichts zu verlieren.

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