Das Beste an dir.

Ein Paar etwas müde wirkende, grünbraune Augen schauen mich an. Unter den Augen zeichnen sich leichte Schatten ab und kleine Pigmentflecke werfen ein Muster auf die sonst ziemlich blasse Haut. Die Haarspitzen umrahmen das Kinn. Grübchen und Lachfalten zeichnen sich ab, sobald die Lippen ein Lächeln formen. Das Gesicht wirkt schüchtern, aber die Augen sind aufmerksam. Mein Blick schweift weiter über den Hals zu den Schlüsselbeinen und schließlich zu den Schultern. Dann stößt der Arm auf den Rand eines Spiegels.

Die Hautfarbe könnte kräftiger, die Augen leuchtender, die Zähne kleiner und die Lippen sinnlicher sein. Das Gesicht etwas schmaler, die Nase süßer und der Hals dünner.

Es sind meine Augen, die mich kritisch mustern und nach Fehlern suchen. Nach Eigenheiten, die mein Kopf als Fehler deklariert, weil sie vielleicht von der Norm abweichen.

Aber was ist denn überhaupt „die Norm“? Ein Bild in unserem Kopf, das eine besser aussehende Version von uns selbst zeigt?

Es gibt keine Norm, denn Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Es handelt sich um eine subjektive Wahrnehmung, beeinflusst vom persönlichen Geschmack, den eigenen Schönheitsidealen und den scheinbar perfekten Menschen, die uns von den Werbeplakaten aus zulächeln.

Und es sind gerade die Ecken, die Kanten, die kleinen Fältchen und die paar Haarsträhnen, die nicht sitzen und ja, sogar die kleinen Speckrollen von Weihnachten, die uns ausmachen. Die uns alle voneinander unterscheiden und uns Charakter geben. Die uns unwiderstehlich machen.

Deshalb freu‘ dich über die kleinen Besonderheiten, die du an dir entdeckst und schätze sie. Sie sind das Beste an dir.

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